Interview
„Viele Leute sind empfänglicher für unsere grundsätzlichen Positionen“
Interview mit Christoph Gärtner, Direktkandidat in Solingen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022
Wie haben sich die Stimmen in deinem Wahlkreis 35 (Solingen I) entwickelt?
Die Internationalistische Liste/MLPD bekam mit 163 Erststimmen (knapp 0,4 Prozent) und 45 Zweitstimmen (0,1 Prozent) in unserem Landtagswahlkreis hochgerechnet auf Stimmen pro 100.000 Wähler gegenüber den Bundestagswahlen 1,8-mal so viel Zweitstimmen und 2,6-mal so viele Erststimmen. In Stimmbezirken wie in meinem Wohngebiet und auch in Schwerpunkten unserer Kleinarbeit hatten wir 1,55 Prozent der Erststimmen. Das ist natürlich insgesamt sehr wenig. Aber dennoch ist die Entwicklungsrichtung interessant.
Welche Rolle spielte eure Kleinarbeit?
Beim Plakatieren meines Kandidatenplakats sagte ein jüngerer Mann: „Der Name Gärtner bürgt für Qualität. Ich kenne euch, habe euch zwar nicht gewählt, weil ich die CDU weghaben wollte. Aber: Ihr seid die besten!“ Zwölf Jahre war die jetzige Parteivorsitzende Gabi Fechtner (geb. Gärtner) in Solingen eine mutige kämpferische Stadträtin für das kommunale Wahlbündnis SOLINGEN AKTIV und über 20 Jahre anerkannte Repräsentantin der MLPD. Auch ich selbst bin seit über 30 Jahren ein wichtiges Gesicht der MLPD in Solingen und habe schon dreimal für die MLPD und viermal für SOLINGEN AKTIV kandidiert.
Während der Corona-Phase haben wir immer wieder Rundbriefe an unsere Freunde und Kontakte geschickt. In den letzten Monaten waren die Unterschriftensammlung für die Wahlzulassung vor allem im Wohngebiet und für die neue Friedensbewegung wichtige Punkte der vertieften Auseinandersetzung. Bei vielen Nachbarn, Kollegen, Geflüchteten, früheren Arbeitskollegen, Kollegen von Borbet, wo ich seit 30 Jahren vor dem Tor stehe, bin ich durch die Verbindung von marxistisch-leninistischer Sozialarbeit, Erziehungsarbeit sowie von kämpferischen Aktivitäten verankert.
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für eure weitere Arbeit!