Großer Antarktisforscher
Vor 100 Jahren starb der große Polarforscher Ernest Shackleton
Am 5. Januar 1922 starb der große Polarforscher Ernest Shackleton (1874 bis 1922) in Grytviken, Südgeorgien.
Ernest Shackleton (1874 – 1922) war einer der bedeutendsten Polarforscher. Er nahm an drei Antarktis-Expeditionen teil, davon zwei unter seiner Leitung. Mit der Expedition 1907 – 1909 plante er, den Südpol zu erreichen. Er scheiterte, erreichte aber den bisher südlichsten Punkt 180 km vor dem Pol. Es gelangen dazu wichtige Kartierungen und Entdeckungen, z.B. des Beardmore-Gletschers wie die Ersteigung des höchsten Antarktis-Berges, des Mount Erebus.
Roald Amundsen dazu: „Die englische Nation hat durch Shackletons Tat in der Antarktisforschung einen Sieg errungen, der nicht mehr übertroffen werden wird." Nachdem Amundsen selbst den Südpol erreicht hatte, plante Shackleton mit einer neuen, nach seinem Schiff benannten "Endurance-Expedition" die Überquerung der Antarktis. Das misslang. Die “Endurance“ wurde im Packeis zerquetscht. Shackleton musste mit wenigen Gefährten im größten Rettungsboot nach Süd-Georgien rudern und dort von der Südseite über die Berge die Walfangstation auf der Nordseite erreichen. Nach vier Anläufen gelang die Rettung der zurückgebliebenen Mannschaft.
Shackleton war bekannt für seine Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft. Er bewies immer wieder großes Verantwortungsbewusstsein, Mannschaftsgeist, Ausdauer, Mut und die Fähigkeit zur Führung selbst in schwierigsten Situationen.