Kulturvoll

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Mit Nümmes auf Wahlkampftour

Den Liedermacher Karl Nümmes zieht es im Bundestagswahlkampf der Internationalistischen Liste / MLPD durch 16 Orte in Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin-Brandenburg.

Korrespondenz
Mit Nümmes auf Wahlkampftour
Nümmes bei der Wahlkampfkundgebung der Internationalistischen Liste / MLPD mit Gabi Fechtner in Duisburg (rf-foto)

So entstand zu Beginn der Tour ein Siegeslied zum Prozess von Stefan Engel gegen Seehofer. Mit Witz vorgetragen, beeindruckte es in Hannover Kinder: Sie blieben stehen und warfen 50 Cent in den Gitarrenkasten, um mitzusingen: „Seehofers Nächte sind lang!“

 

200 Streikende der GDL in Magdeburg sangen „Die Lok, die fährt heut’ nich’ los!“ mit, ebenso eine Gruppe Jugendlicher in Duisburg.

 

Als ein Moderator Nümmes als Einheizer ankündigte, ergänzte er, dass seine Lieder auch zum Nachdenken anregen möchten. Lieder sind auch inhaltliche Beiträge, wie das Lied „Alassa ist nicht alleine!“, das er bei „Carola meets Alassa“ in Gelsenkirchen vortrug. In Datteln wurde deutlich, wie kulturvoll unser gesamtes Auftreten ist. Arbeiter, Umweltkämpfer, kämpferische Frauen und eine Rebellin bezogen in Kurzreden Stellung - frei und authentisch.

 

Proletarische Kultur reduziert sich nicht auf musikalische „Kulturbeiträge“, sondern zeigt sich in der Art, auf Menschen zuzugehen. Wenn gesungen wurde, erhöhte sich sprunghaft die Bereitschaft der Passanten, einen Flyer oder ein Gespräch anzunehmen. Bei Umzügen, die eine klare Führung hatten, war die Wirkung am besten.

 

In der Bergarbeitersiedlung Essen-Katernberg waren türkische Großfamilien in einigen Gärten. Beifall kam von Balkonen, als Karl Nümmes von seiner Reise in die Türkei berichtete, die Schönheit des Landes beschrieb und „Der Wind kennt keine Grenzen“ sang.