Geschichte / Politik / Kultur
Der große Dichter Dante Alighieri ist am 14. September vor 700 Jahren gestorben
Dante gehört zu den größten Dichtern der europäischen Literaturgeschichte. Sein Hauptwerk „Divina Commedia“ (Göttliche Komödie) ist das erste Werk in der italienischen Volkssprache. Damit hat er maßgeblich die italienische Sprache erschaffen.
Das Werk enthält praktisch das gesamte Wissen der damaligen Zeit seit der Antike bis zur Gegenwart in Geschichte, Politik, Literatur, Kunst und Philosophie. Es beschreibt die Wanderung des Autors von der Hölle über den Läuterungsberg bis zum Paradies. Er hält sich an den von der Glaubenslehre vorgegebenen Rahmen und durchbricht ihn doch. Seine Führer sind nicht etwa kirchliche Heilige, sondern zunächst der römische Dichter Vergil und dann seine Jugendliebe Beatrice.
Er weitet also aus - in die Antike und die persönliche Emotion. Seine Darstellung ist sehr kühn: Die unterste Hölle z. B. ist nicht heiß, sondern eiskalt. Seine Sprache ist lebendig und konkret aus dem italienischen Alltag geschöpft, ob es ums Essen geht oder z. B. um Landschaftsbeschreibungen. Karl Marx hat ihn geschätzt. Er zitiert ihn am Ende des Vorworts zum „Kapital“ Bd. I, in Italienisch mit den Worten: „ Segui il tuo corso e lascia dir le genti“ - Folge deinem Weg und lass' die Leute reden (MEW, Bd. 23, S. 17).
Siehe auch Kurzmeldung "Der letzte Dichter des Mittelalters und der erste Dichter der Neuzeit"