USA
Louis Armstrong vor 50 Jahren gestorben
Louis Armstrong, der am 6. Juli 1971 gestorben ist, war einer der bedeutendsten, wenn nicht der bedeutendste Jazz-Musiker und einer der großen Künstler des 20. Jahrhunderts.
Er ist die prägende Gestalt des New-Orleans-Jazz der 1920er Jahre und revolutionierte das Trompetenspiel mit seiner Exaktheit, seiner Flexibilität und Improvisationskunst und seiner Fähigkeit, alle Gefühle auszudrücken. Genauso bedeutend und unverwechselbar ist sein Gesang, Allein dieses Doppel-Talent ist einmalig.
Er war ein Entertainer im besten Sinn, d.h. er wollte sein Publikum bestmöglich unterhalten. Daher sang er auch Titel wie „What a wonderful world“ - aber wie! Beeindruckend seine emotionale Wärme und Herzlichkeit. In den Duetten mit Ella Fitzgerald („Dancing cheek to cheek“ oder „Baby, it's cold outside“) knistert die Luft.
Leider wird er oft wie ein Clown für die Weißen dargestellt. Das ist völlig falsch. Er war sicher kein politischer Aktivist, hatte aber einen klaren demokratischen und antirassistischen Standpunkt. 1957 meinte er zu einem Zeitungsreporter „ Es ist eine Schande, wie sie meine Leute in den Südstaaten behandeln – die Regierung soll sich zur Hölle scheren.“ Oder „ Sie würden sogar Jesus totschlagen, wenn er schwarz wäre und marschieren würde.“ Er lehnte es daher auch ab, die USA auf einer Tournee in der UdSSR zu repräsentieren.