Kara Tepe

Kara Tepe

Ein Traum wird Wirklichkeit – wieder neue Klassenräume!

Mit dem Brand in Moria wurde auch die damals neu aufgebaute Schule für den selbstorganisierten Unterricht zerstört. Nach dem „Umzug“ nach Kara Tepe stellte sich die Frage neu, wo und wie soll der so sehnlichst gewünschte Unterricht für die Kinder, die Frauen und jungen Männer wieder aufgebaut werden?

Solidarität International Emscher-Lippe
Ein Traum wird Wirklichkeit – wieder neue Klassenräume!
Unterricht im Bus (Foto: Solidarität International)

Bereits im Dezember 2020 berichtete Michalis Aivaliotis, Leiter der Selbstorganisation von Flüchtlingen und griechischen Inselbewohnern Stand by me Lesvos, von seinem kühnen Traum: „Es gibt zwei alte Busse, die könnten wir gemeinsam mit den Flüchtlingen in zwei Klassenzimmer verwandeln und dort den Unterricht wieder aufnehmen. Wenn wir nur das Geld hätten, sie zu kaufen.“

 

Solidarität International sammelte im Rahmen des Solidaritätspaktes weiter Spenden und so konnten die Busse gekauft werden. Im April dann die erste Erfolgsmeldung: „Wir sind sehr froh,“ schrieben die Flüchtlinge in Moria/Kara Tepe, „dass wir diese guten Nachrichten endlich verkünden können. Endlich sind sie da. Zwei alte Reisebusse stehen
nicht weiter sinnlos auf einem Schrottplatz rum. Bisher existieren nur einige Zeltschulen und decken nicht die großen Bedürfnisse. Daher kauften wir zwei alte Busse und die wurden in den letzten Monaten in vier Klassenzimmer verwandelt.“

 

Die Busse wurden durch die Flüchtlinge umgebaut und seit einigen Wochen kann jetzt darin unterrichtet werden. „Wir sind stolz drauf, dass unser Solidaritätspakt schon über ein Jahr die praktische Solidarität organisiert und dazu beiträgt, dass das endlose Warten auf den Ayslbescheid durch den selbstorganisierten Unterricht etwas sinnvoll gestaltet werden kann,“ so Marlies Schumann, Sprecherin der Regionalgruppe Emscher-Lippe.