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Solidarität mit dem Freiheitskampf des Volks von Belutschistan!

Am Freitag, dem 28. Mai, war der 23. Jahrestag des Abwurfs von sechs Atombomben in Belutschistan durch die pakistanische Armee.

Von rd
Solidarität mit dem Freiheitskampf des Volks von Belutschistan!
Solidarität mit dem Volk von Belutschistan (rf-foto)

Aus diesem traurigen Anlass fand in der Hamburger Innenstadt eine Demonstration und Kundgebung von ca. 30 Personen statt: Menschen der „Freien Belutschistan Bewegung“, die als Geflüchtete in Deutschland leben, sowie ein Vertreter des Solidaritätsnetzwerks Hamburg und mehrere Genossinnen und Genossen der MLPD Hamburg und der ICOR, die ihre Solidarität zum Ausdruck brachten.

 

Am 28. Mai 1998 machte die pakistanische Armee einen geheimen Test mit sechs Atombomben, die sie in den Chaghai-Hügeln im von ihnen besetzten Belutschistan abwarf. Menschen und Tiere leiden und starben seit diesen Atomtests an mysteriösen Infektionen und Krankheiten. Bei der Demonstration wurden Bilder getragen, auf denen Kinder mit missgebildeten Gesichtern zu sehen sind, die nach diesen Atomtests geboren wurden. Die natürliche Umwelt und die Landwirtschaft in der Region sind schwer geschädigt.

 

Die pakistanische Regierung erlaubt keine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung der Auswirkungen dieser Atomtests auf Menschen und Natur in Belutschistan. Seit 1948 hält Pakistan den östlichen Teil Belutschistans besetzt und unterdrückt die Befreiungsbewegung – der westliche Teil erleidet dasselbe Schicksal im faschistischen Iran. Doch das Volk von mehr als 17 Millionen Menschen kämpft entschlossen um seine Freiheit. „Freiheit für Belutschistan“ und „Nieder mit Pakistan und Iran“ waren die häufigsten Parolen bei der Demonstration. Wir ergänzten: „Hoch die internationale Solidarität!“

 

Die Redebeiträge bei der Kundgebung waren leider auf Englisch und in ihrer Sprache. Wichtig war deshalb, dass die Freunde der „Freien Belutschistan Bewegung“ ein Flugblatt auf Deutsch verteilten, in dem sie ihr Schicksal und ihre Forderungen erläuterten: Sofortiger Stopp aller pakistanischen Nuklearaktivitäten in ihrer Heimat. Unabhängigen Wissenschaftlern, internationalen Organisationen und Medien soll erlaubt werden, die schädlichen Auswirkungen von Pakistans Atomtests in Belutschistan zu untersuchen. Die Militäroperationen sollen gestoppt und alle Kernwaffen, Einrichtungen und nuklearen Abfälle unter Aufsicht der UN vollständig entfernt werden. Ein unabhängiges Untersuchungsteam soll von der UN und demokratischen Menschenrechtsorganisationen nach Belutschistan geschickt werden, um das Schicksal der vom pakistanischen Staat zwangsweise verschleppten Personen, die Tötung und das Vergraben von Opfern zu untersuchen, die während der letzten zwei Jahre in Belutschistan entdeckt worden sind.

 

Die Vertreter des Solidaritätsnetzwerks Hamburg sowie der MLPD und der ICOR unterstützten diese berechtigten Anliegen. Sie prangerten vor allem den Imperialismus als Ursache dieser Verbrechen an. Deutschland macht seit Jahren lukrative Waffengeschäfte mit Pakistan. Damit das tapfere Volk von Belutschistan nicht alleine kämpft, ist gerade die ICOR zur Unterstützung ihres Freiheitskampfs notwendig. Wir stellten auch die neue antiimperialistische und antifaschistische Einheitsfront vor und schlugen ihnen vor, sich daran zu beteiligen.