VW
Gesundheit vor Maximalprofit
Mitten in der dritten Corona-Welle weiter Krisenchaos bei den Regierungen im Bund und in den Ländern.
Das Diktat der Konzerne ließ nicht mal einen Mini-Lockdown über Ostern zu – Merkel machte einen Turbo-Rückzieher. Die Produktion darf keinen Tag ausfallen. Egal, ob die Zahl der Neuinfektionen dadurch rasant steigt.
Schwere Erkrankungen und mehr Corona-Tote werden billigend in Kauf genommen. Beide Warnstreiks in der Tarifrunde waren höchst wirkungsvoll und hatten eine Top-Beteiligung aus den Hallen. In Kassel haben in der Getriebeausbringung am 26. März beim zweiten Warnstreik jeweils genau 25 Prozent gegenüber den anderen Tagen der Woche gefehlt.
Vor dieser Kampfbereitschaft ist VW eingeknickt und hat endlich ein ernstes Angebot gemacht, was auch prompt angenommen wurde. Hier wäre noch deutlich mehr drin gewesen. Was hätte VW angeboten, wenn wir die 24-Stunden-Streiks durchgezogen hätten? …
Herausgekommen ist in etwa das „Mindeste“, was man angesichts unseres Organisationsgrades nach dem Flächenabschluss erwarten konnte. Sollen wir mit dem „Mindesten“ zufrieden sein, oder damit, dass VW irgend etwas angeboten hat? ...
Diese Art des Wirtschaftens brauchen nur die Kapitalisten. Unter uns Arbeitern gewinnt dagegen die Idee einer besseren Gesellschaft - für viele eine sozialistische Gesellschaft - an Ansehen.