Lesbos / Griechenland
100 Punkte für die Menschen in Kara Tepe!
Die Berichte aus Lesbos/Kara Tepe erreichen leider nicht die Top-Themen in Deutschland – dabei könnte man eine Menge lernen vom beherzten Umgang mit der Krise – immer mit Blick auf eine lebenswerte Zukunft jenseits des Katastrophen-Lagers.
SI Emscher-Lippe e. V.
- In der reichen BRD die Unfähigkeit, Impfen und Testen zu organisieren – dort unter schwierigsten Bedingungen unendlich geduldiges Bemühen, in schwierigster Umgebung Corona-Vorsorge zu treffen und darüber hinaus hunderte von Leuten in Erster Hilfe und Gesundheitsfürsorge auszubilden.
- Hier Bildungsnotstand nach dem Motto: „Rein in die Kartoffeln – raus aus den Kartoffeln“ – dort systematische Ausweitung von Schulbildung, insbesondere für immer mehr Kinder, Jugendliche und Frauen mit immer weiteren, zusätzlich ausgebildeten Lehrkräften.
- Hier Schließung aller Kulturstätten – dort in erbärmlicher Umgebung organisierter Gitarrenunterricht für Jungen und Mädchen – und Freude an der Schönheit des Planeten.
- Hier Abbau der Ausbildungsplätze für Jugendliche – dort unter verheerenden Umständen vielerlei Beschäftigung in organisierten Trupps des selbstorganisierten täglichen Aufräumdienstes, Recyclingsystem, Kleiderverteilung, Elektriker, Verbindung zur griechischen Gemeinde.
- Hier vonseiten der Regierungen nationalistischer Impfstoffegoismus – dort solidarische Spenden aus der Armut von Kara Tepe an eine afrikanische Partnergemeinde.
- Hier Misstrauen der Regierungen in die Masse der Bevölkerung - dort sind die Menschen selbst als Akteure gefragt und herausgefordert.