Lesbos

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Der Widerstand gegen ein "Moria 2" wächst

Die griechische Regierung und die EU haben ein Memorandum für den Bau eines neuen Camps in Lesbos unterzeichnet. Es soll neben der Müllhalde gebaut werden. Auf der Müllhalde, wie es ursprünglich geplant war, ist es der EU dann doch zu heiß. Dies berichtet unser Korrespondent und Moria-Aktivist Jordanis Georgiou.

Jordanis Georgiou
Der Widerstand gegen ein "Moria 2" wächst
Neben der Müllhalde soll das neue EU-Lager "Moria 2" errichtet werden (Foto: SI)

"Rote Fahne News" dokumentiert weiter aus dem aktuellen Bericht vom Leben und Kampf der Flüchtlinge im Lager auf Lesbos, die sich gemeinsam mit der griechischen Bevölkerung in der Selbstorganisation "Ochi" zusammenschließen und mit der Solidaritäts- und Hilfsorganisation SI einen lebendigen Solidaritätspakt unterhalten.

 

"Der Widerstand gegen ein neues Moria 2 wächst. Die Bürgermeister der umliegenden Dörfer haben sich zusammengeschlossen und sagen den Plänen ein OXI ( = "Nein!"). Auch Stratis Pallis, Präsident von "Coexistence", von Mytilene charakterisierte die Aussagen des Einwanderungsministers über Kara Tepe als Heuchelei. Es entspricht nicht der Realität, dass mit Kara Tepe familien- und kinderfreundliche Strukturen geschaffen worden seien. Er erklärte, dass es im Lager kein fließendes Wasser gibt, dass die Zelte wie Luftballons anschwellen und dass die Spannung abfällt und der Strom abgeschaltet wird. Er ist auch nicht einverstanden mit der Schaffung eines neuen geschlossenen Internierungslagers für Tausende von Menschen."