Lesbos

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Aus dem täglichen Leben im Lager Kara Tepe

Die Selbstorganisation der Geflüchteten im Lager Kara Tepe und der griechischen Bevölkerung von Lesbos stellt hervorragende Errungenschaften für die Menschen auf die Beine. Da kann man sehen, was auch im großen Stil möglich wäre, wenn diese fortschrittliche Selbstorganisation gefördert würde - so wie mit dem Solidaritätspakt zwischen "Solidarität International" und "Ochi".

Jordanis Georgiou
Aus dem täglichen Leben im Lager Kara Tepe
Auftrag von der Feuerwehr für die Maskenfabrik, wo mit Nähmaschinen vom Frauenverband Courage produziert wird (foto: Solidarität International)

Im ersten Teil seines Berichts vom gestrigen 4. Dezember beschreibt unser Korrespondent und Aktivist Jordanis Georgiou Szenen aus dem täglichen Leben im Lager.

 

"Schlechtes Wetter heute, aber viele Leute sammeln leere Flaschen und geben sie ab, um Tickets zum späteren Austausch für Shampoo und Zahnpasta zu erwerben. Zwei Tage vorher gab es Bananen. Der große Renner waren Kartoffeln.

 

Heute ist Freitag, also sind unsere Teams aus dem Camp rausgegangen, um die Hauptstraße zu reinigen. Dies ist wie jeden Freitag ein Kooperationsprojekt mit der Gemeinde von. Mytilene. Auch wir wollen zeigen, wie sich die Flüchtlinge um die ganze Insel kümmern, und sind deshalb bereit, bei der Reinigung zu helfen. Also haben wir diesen Job heute auch bei Regen gemacht!

 

Unsere Maskenfabrik läuft auf vollen Touren. Die Feuerwehr von Lesbos hat uns einen Auftrag gegeben. Wir sollen Masken für sie herstellen und ihr Logo draufnähen.

 

Sayereh Ebrahimi ist eine von vielen wunderbaren Lehrern und Lehrerinnen, die im Netzwerk der selbstorganisierten Schulen von Moria Acadamia arbeiten und helfen. Sie schreibt, dass sie ein riesiges Problem haben: "Der Platzmangel. Selbst jetzt, zwei Monate nach Eröffnung des neuen Camps, können wir nur wenige Zelte für Bildungszwecke nutzen."