Lesbos

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Bürgermeister von Moria schreibt Dankesbrief an Flüchtlinge

Der Solidaritätspakt zwischen Solidarität International (SI) in Deutschland und der Selbstorganisation der Flüchtlinge und der einheimischen griechischen Bevölkerung auf Lesbos lebt! Davon legen die Berichte von Jordanis Zeugnis ab. "Rote Fahne News" dokumentiert die neueste Einsendung wieder in mehreren Fortsetzungen.

Jordanis Georgiou
Bürgermeister von Moria schreibt Dankesbrief an Flüchtlinge
Mit einer schönen neuen Maske (foto: Solidarität International)

Ich habe heute ein schönes Bild von Lesbos erhalten. Es sind die neuen Masken, die von den afghanischen Frauen genäht werden mit den Nähmaschinen von Courage. Die Flüchtlinge haben einen Dankesbrief vom Bürgermeister von Moria erhalten wegen ihrer Hilfe im Dorf. Sie freuen sich und schreiben dem Bürgermeister, wie froh sie sind, dass sie bei der Reinigung des Dorfes und seiner Umgebung nach dem Brand im September helfen konnten. Sie schreiben weiter: "Am Anfang, als wir Sie gefragt haben, waren Sie ganz ängstlich. Wir sind bereit für jede Hilfe auch in Zukunft. Wir wissen, wie sehr Moria und seine Bevölkerung in all den Jahren unter der Situation gelitten haben.“

 

Aus dem Lager habe ich heute früh einen Bericht erhalten. „Guten Morgen nochmal. Heute ist es kalt und es weht ein sehr starker Wind. Wir erwarten, dass viele solche Tage kommen werden. Wir sind in Europa und wir wissen und haben es selbst auf Facebook gesehen, wie Millionen für Moria gesammelt wurden. Wo ist dieses Geld, das fragen alle Leute hier.

 

Glaubt uns wirklich, wir verlangen nicht viel. Aber nur ein bisschen heißes Wasser für Duschen, einige Zelte, die nicht durch Wind zerstört werden, einige Spielplätze für unsere Kinder. Ein Ort, um einen Tee zu kochen. Das neue Camp ist sehr windig und auf Lesbos gibt es besonders im Winter viel Wind. Man hat zum Teil sogar Probleme damit, den Plastikmüll zu sammeln."