Bochum

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Fluchtursachen bekämpfen, nicht die Flüchtlinge

Viele Passanten bleiben stehen, sind empört und entsetzt über die Katastrophe in Moria. Sie hören vom Solidaritätspakt hören vom Solidaritätspakt zwischen „Solidarität International“ und griechischen Flüchtlingshelfern in Moria und von deren Zusammenarbeit.

Fluchtursachen bekämpfen, nicht die Flüchtlinge

Direkt am Mittwoch hatten Solidarität International und die MLPD Bochum die Kundgebung organisiert. Etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen. Darunter Frauen vom Frauenverband Courage. Eine fordert dazu auf, sich am Donnerstag an der Demonstration von „Seebrücke“ zu beteiligen. Sie kritisiert deren Aufforderung, keine Parteifahnen mitbringen als undemokratisch. Eine solche Ausrichtung behindert einen breiten Zusammenschluss aller, die die Flüchtlingspolitik der Regierung bekämpfen wollen.

 

Die internationalen Monopole treiben weltweit Millionen in die Flucht. Dabei hilft ihnen die Bundesregierung. Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen – nicht die Flüchtlinge! So Redner von MLPD und Rebell. Einige Zuhörer wollen selber aktiv werden und tauschen Kontaktdaten aus.

 

Dem Aufruf von „Seebrücke-Bochum“ zur Demonstration für die sofortige Aufnahme der Moria-Flüchtlinge in Deutschland folgten am Donnerstag dann zur Auftaktkundgebung ca. 1.000 Menschen. Zum Abschluss am Rathaus waren es 2.000 Demonstrantinnen und Demonstranten. Die Bochumer Demo war damit an diesem Tag eine der größten bundesweit. Mit dieser Menge hatten die Veranstalter nicht gerechnet, im Vorfeld wurden 50 angemeldet. Das Gros der Teilnehmer war jung, viele Studenten und viele Kinder waren dabei. Oft wurden selbstgemalte Schilder getragen. „Hoch die internationale Solidarität“ war der häufigste Sprechchor. Die Redebeiträge der Auftaktkundgebung griffen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung frontal an, v.a. in der Person von Innenminister Seehofer. Zur Rolle der imperialistischen EU wurden aber noch viel Illusionen deutlich. In Bochum bislang bei derartigen Demos verbreitete antikommunistische Attacken auf fortschritttliche oder revolutionäre Fahnen waren am Donnerstag passé. Antifa-, DIDF- oder Internationalistische Liste/MLPD-Fahnen waren selbstverständicher Teil der Demo.