Demo in Herne

Demo in Herne

Herne: Etwa 5000 demonstrieren ihre Solidarität mit Rojava

Am Mittwoch, 28. Januar 2026, demonstrierten in Herne etwa 5000 Menschen ihre Solidarität mit Rojava gegen die faschistischen Angriffe. Das war eine der größten Demonstrationen, die Herne in vielen Jahren erlebt hat.

Korrespondenz
Herne: Etwa 5000 demonstrieren ihre Solidarität mit Rojava
Ein kleiner Teil der Demonstration (rf-foto)

Ein Meer aus Fahnen von Tevdem, YPG und YPJ oder der kurdischen Nationalflagge prägte das Bild. Es war auch eine gemeinsame Aktion verschiedener Strömungen des kurdischen Befreiungskampfs. Als einzige deutsche Partei war die MLPD gut sichtbar vertreten, gemeinsam mit dem Jugendverband REBELL.

 

Es gab viele handgemalte oder geschriebene Schilder.

 

Die Demonstration war kämpferisch, diszipliniert, bunt und laut. Parolen wie „Bijî berxwedana Rojava“ („Es lebe der Widerstand von Rojava“) oder „Hoch die internationale Solidarität!“ wurden Tausendfach gerufen.

 

Moderiert wurde die Aktion von Khadija Barakat und Peter Weispfenning. Einerseits wurde der Ernst der Lage in Rojava deutlich – aber auch das Vertrauen, dass man den Faschismus besiegen kann. Erinnert wurde daran, dass es schon 2014 hieß, Kobanê werde fallen, als der IS schon mitten in der Stadt war. Doch dann wendete der kurdische Freiheitskampf, gestützt auf die internationale Solidarität, das Blatt. In Kobane und Rojava siegte die demokratische Revolution. Diese "Blume der Freiheit" wollen die Imperialisten zertreten- wir vertedigen sie!

 

Kritisiert wurden auch die Bundesregierung und die EU, die dem syrischen faschistischen Präsidenten Dscholani 620 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

 

Manchmal wurde auch vertreten, die Kurden wären „ganz allein“. In Redebeiträgen wurde betont, dass man unterscheiden muss zwischen den imperialistischen Regierungen und der arbeitenden Bevölkerung. Die Kurden sind nicht allein, das zeigt die weltweite Solidarität. Und sie waren es an diesem Tag erst Rrecht nicht in Herne, obwohl die örtliche Presse es peinlich vermied, auch nur ein Wort zur Ankündigung oder danach zu veröffentlichen.

 

Auf der Abschlusskundgebung sprachen mehrere kurdische und deutsche Rednerinnen und Redner.

 

Im Redebeitrag der MLPD wurde für die Solidarität geworben, verbunden mit dem gesamten Kampf gegen Faschismus und Weltkriegsvorbereitung, und für den echten Sozialismus.

 

In den Gesprächen zeigten sich eine große Solidarität und Interesse. Auffallend war, dass es in der Nebenseite durchaus Meinungen gab wie: „Ich unterstütze auch Netanjahu. Denn man muss ja meines Feindes Feind unterstützen.“ Das stimmt schon konkret nicht, denn längst arbeiten Netanjahu und Erdogan in vielen Fragen gut zusammen. Und es ist grundsätzlich nicht richtig, den einen Faschisten und Völkermörder gegen einen anderen zu unterstützen.

 

Die Demo stärkte die internationale Solidarität, die "Zärtlichkeit der Völker."