Gelsenkirchen

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Aufsehenerregende Solidaritätsaktion

„Hände weg von Venezuela!“ lautet die deutsche Übersetzung des schönen, großen ICOR-Transparents, das das Dienstleistungszentrum Horster Mitte am gestrigen 29. Mai schmückte. Unter ihm hatten sich zeitweilig bis zu 75 Personen versammelt, um ihrer Solidarität mit Volk und Regierung von Venezuela Ausdruck zu verleihen.

Von hs / ffz
Aufsehenerregende Solidaritätsaktion
Hannes Stockert und Monika Gärtner-Engel (1. und 2. von links) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Solidaritätsaktion (rf-foto)

Zum Anlass erklärte Hannes Stockert von der MLPD: „„Die revolutionäre Weltorganisation ICOR hat für diese Woche zu Solidaritätsaktionen mit dem venezolanischen Volk aufgerufen. ... Besonderer Anlass ist der Anfang Mai gescheiterte militärische Putschversuch unter dem Namen 'Operation Gedeon'. Von ehemaligen Mitgliedern einer US-amerikanischen Spezialeinheit ausgebildete Söldner versuchten von Kolumbien aus über die Küste nach Venezuela einzudringen. Mit dem ausdrücklichen Ziel, den venezolanischen Präsidenten Maduro ins Ausland zu verschleppen."

 

Im weiteren führte Anna Bartholomé, Kontinentalverantwortliche der MLPD für Amerika, aus: „Ich möchte meine Solidarität mit dem venezolanischen Volk im Kampf gegen jedwede imperialistische Einmischung ausdrücken, wofür besonders der US-Imprialismus bei den Völkern verhasst ist."

 

Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der ICOR, berichtete: „Die militärische 'Operation Gedeon', die Anfang Mai begann, hat ihr Ziel nicht erreicht. Eine beträchtliche Anzahl paramilitärischer und Söldner-Kommandos wurde von den Volksmilizen und den Streitkräften der bolivarischen Regierung Venezuelas gefangen genommen oder getötet. Die Militärpläne und ihre Anführer wurden vor der öffentlichen Meinung enthüllt.“

 

Bei aller Solidarität kritisiert sie aber auch die Regierung von Nicolás Maduro: „Die Lebensverhältnisse in Venezuela sind katastrophal. Eine riesige Armut. Das ganze Gesundheitswesen, das mal vorbildlich war, ist im Grunde für die Masse der Bevölkerung zerschlagen. ... Es ist eine wirklich katastrophale Situation. Solche Probleme sind nicht einfach durch äußere Blockade zu erklären! ... Wie soll man jemals die Masse der Bevölkerung in Venezuela  wieder für den Kampf für einen neuen Anlauf für den Sozialismus gewinnen, solange die Regierung Maduro als sozialistisch gilt? ... Es ist eine sehr sehr wichtige Auseinandersetzung, dass diese Politik der Regierung Maduro … kritisiert wird.“

 

Allerdings schmälerte diese berechtigte Kritik keine Sekunde die tiefe Solidarität der MLPD und der ICOR mit Venezuela gegen den faschistischen Putschversuch.

 

Mit den Rufen: „Hoch die internationale Solidarität“ und dem Lied „Commandante Che Guevara“ ging die Solidaritätsaktion zu Ende.