Ostafrika

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Eritreas Weg im Kampf gegen die Heuschreckenplage

Die Welternährungsorganisation FAO meldet die größte Plage von Wanderheuschrecken in Ostafrika und auf der arabischen Halbinsel seit über 25 Jahren.

Von wr
Eritreas Weg im Kampf gegen die Heuschreckenplage
Entwickeln sich gerade in Ostafrika zur Plage: Wanderheuschrecken (foto: Iwoelbern (CC BY-SA 3.0))

Über Kenia bewegt sich zur Zeit ein Heuschreckenschwarm, der eine Fläche von der Größe des Saarlands heimsucht. Ein einziger Schwarm kann die Tagesration von 35.000 Menschen vernichten.

Der Weg Eritreas

Eritrea geht einen anderen Weg als die restlichen Länder Afrikas, die Insektizide einsetzen - und das durchaus erfolgversprechend. Durch ein Frühwarnsystem, koordinierter Zusammenarbeit von Bauern und Jugendlichen ,des National Service¹ mit Wissenschaftlern und Verwaltungsorganen, wird vorbeugend die Heuschreckengefahr beobachtet und möglichst eingedämmt. So wird unter anderem ein Pilz eingesetzt, um die Heuschreckenbrut im Frühstadium abzutöten.

Eperimentierfreudigkeit der Bauern wird gefördert

Die Agrarpolitik in Eritrea ist seit Jahren auf die Senkung von giftigem Pestizideinsatz ausgerichtet. Das Landwirtschaftsministerium fördert die Experimentierfreudigkeit der Bauern. Deshalb wurden bereits verschiedene Arten von Schädlingsbefall, zum Beispiel bei Tomaten- und Maisanbau erfolgreich mit physikalischen und biologischen Mitteln, wie Lichtfallen, Sexualduftstoffen und ähnlichem bekämpft.

Freie Initiative der Massen

Eritrea spielt einen großen Trumpf aus, den die Monopole hierzulande nicht haben: Die freie Initiative der Massen. So hat Eritrea zum letztjährigen Welternährungstag die Leitlinie ausgegeben: "Unsere Handlungen sind unsere Zukunft. Gesunde Ernährung für eine Null-Hunger-Welt" und "Gemeinsam handeln, um Kinder, ihre Familien und Gemeinschaften zu befähigen, die Armut zu beenden". Wer Eritrea besucht, kann mit eigenen Augen sehen, dass dies keine Phrasen sind.