Solidarität mit Jasic-Beschäftigten
Protest- und Solidaritätskundgebung vor der chinesischen Botschaft
Am Mittwoch, den 6. März, wurde durch Mitglieder, Freundinnen und Freunde der MLPD und von Solidarität International eine Protest- und Solidaritätskundgebung für die in China inhaftierten Jasic-Beschäftigten und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer vor der chinesischen Botschaft in Berlin organisiert.¹
Damit protestierten wir gegen die Kriminalisierung des berechtigten Kampfes der Arbeiter der Firma Jasic (Jiashi) für unabhängige Gewerkschaften in der südchinesischen Sonderwirtschaftszone Shenzen. Der Protest richtete sich ebenso gegen die Verhaftung von marxistischen Studentinnen und Studenten, die am 26. Dezember an einer Gedenkfeier für Mao Zedong in seiner Heimatstadt Shaoshan teilgenommen hatten.
Vorgehen des Botschaftspersonals der chinesischen Botschaft ähnelt dem von türkischen Konsulaten
Gegen diese politischen Repressionsmaßnahmen entwickelt sich in China eine landesweite Solidaritätsbewegung. Die Botschaft ließ uns dagegen schon vor Beginn der Kundgebung über die Polizei mitteilen, dass es nicht gestattet sei, den öffentlichen Briefkasten der Botschaft für die Abgabe von Protestschreiben zu nutzen und auch dass eine postalische Zustimmung nicht gewünscht sei. Dies gleicht dem Vorgehen der türkischen Botschaft bei solchen Anlässen.
Gemeinsam "Der Osten ist rot" gesungen
Wie armselig ist dieses Vorgehen und das auch noch im Namen eines angeblichen „Sozialismus“ im heutigen China. In Wahrheit ist China heute ein neuimperialistisches Land, wie Andrew Schlüter, Landesvorsitzender der MLPD Ost, in einem Redebeitrag ausführte. Nach dem gemeinsamen Gesang der Internationale, dem traditionellen Freiheitslied der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung, sprach Dieter Ilius von der MLPD über die Rolle Mao Zedongs für die chinesische Revolution und für die internationale kommunistische Bewegung. Zum Abschluss wurde von zwei Teilnehmerinnen der Kundgebung das Lied „Der Osten ist rot“ gesungen, dass die große historische Rolle Mao Zedongs würdigt. Die Kundgebung erregte die Aufmerksamkeit einer ganzen Reihe von Passantinnen und Passanten, die sich interessiert danach erkundigten, worum es dabei ginge. Die Foto- und Filmaufnahme der Kundgebung haben wir als Videobotschaft an die Unterstützerinnen und Unterstützer der landesweiten Solidaritätsbewegung in China geschickt, um einen Beitrag zur Organisierung der internationalen Solidarität zu leisten.
Hier geht es zu einer Solidaritäterklärung der Offenen Akademie mit den Betroffenen!